Antrag zur Sitzung der BZV Dornberg am 29.01.2026
Einrichtung eines Anton-Rufbusses in Dornberg
Die Verwaltung wird gebeten, in Dornberg einen Anton-Rufbus zu konzeptionieren und einzurichten.
Begründung:
Seit geraumer Zeit verkehrt ein meinAnton-Rufbus von mobiel mit sechs Sitzen und einem Rollstuhlplatz bereits in Sennestadt und Jöllenbeck. Er bietet eine komfortable und flexible Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr mit Bus & Bahn und bringt die Fahrgäste zuverlässig fast bis zur Haustür. Er kombiniert die eigenen Fahrtwünsche mit denen anderer Fahrgäste und erstellt die ideale Route. So werden Zeit und Ressourcen gespart. Der Rufbus führt z. B. in Sennestadt in den Abendstunden und am Wochenende, wenn andere Busse nicht oder nur eingeschränkt fahren, und wird von der Bevölkerung gut angenommen. Er ist mit einem Fahrpreis von 1,50 € eine preiswerte Möglichkeit, innerhalb des Stadtbezirks individuelle Ziele schnell zu erreichen (z.B. Arztbesuche).
Da Dornberg kein historisch gewachsenes Ortszentrum besitzt, sind die Wohngebiete weit verstreut und daher nur schwer effizient an den ÖPNV anzubinden. Die zersplitterte Siedlungsstruktur erschwert eine verlässliche Linienführung, sodass viele Bereiche unzureichend erschlossen sind. Eine verbesserte ÖPNV-Anbindung dieser dezentralen Wohnlagen ist jedoch entscheidend, um Mobilität auch dort sicherzustellen, wo keine zentralen Haltepunkte als Knoten fungieren. Ein bedarfsgesteuerter Anton-Rufbus mit Anschluss an die Stadtbahnlinie 4 würde insbesondere in Schröttinghausen, Niederdornberg-Deppendorf, Kirchdornberg (Am Gottesberg) und im Twellbachtal die Nahverkehrsversorgung deutlich verbessern. Er schließt Versorgungslücken im Busbetrieb und erleichtert vor allem Jugendlichen sowie alten Menschen ohne Auto die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Nach der Bewilligung des Förderantrags für eine gesamtstädtische und regionale Konzeptionierung eines On-Demand-Verkehrs beim VVOWL beantragen wir eine schnellstmögliche Ausschreibung und Umsetzung der angestrebten Konzeptionierung.
Gemeinsamer Antrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke vom 20.01.2026