
Die geplanten Baumaßnahmen an der Dornberger Straße haben viele Anwohnerinnen und Anwohner verständlicherweise verärgert. Insbesondere die verlängerten Schulwege für Grundschulkinder sowie für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen wurden in der Neuen Westfälischen vom 1. Juli thematisiert. Die öffentliche Diskussion hat sich dadurch teilweise unnötig zugespitzt. Im Mittelpunkt der Kritik standen dabei ausgerechnet die Krötentunnel. Die Belastungen durch die Baustelle und die Vollsperrung sind zweifellos erheblich. Sie rechtfertigen jedoch nicht, den Amphibien- und Artenschutz zum Sündenbock zu machen. Wer Kinder und Kröten gegeneinander ausspielt, lenkt von den eigentlichen Ursachen der Probleme ab. Sowohl die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner als auch der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen verdienen gleichermaßen Beachtung.
Dass der Bau der Amphibientunnel fachlich geboten ist, betonte auch Martin Adamski, Dezernent für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz und Gesundheit, gegenüber der Neuen Westfälischen (9. Juli 2026):
„Nachdem Ehrenamtliche 30 Jahre lang auf dieser Strecke jährlich rund 3.000 Amphibien von A nach B getragen haben, ist der Bau der Tunnel an dieser Stelle absolut sinnvoll und gerechtfertigt. Es ist zudem ein Durchgang für viele Kleinsäuger, die so geschützt werden, und der Artenschutz ist nach wie vor eminent wichtig.“
Wer sich über die Baumaßnahme und ihre Auswirkungen informieren möchte, hat dazu am Montag, 20. Juli, um 18:00 Uhr Gelegenheit. Im Sitzungssaal des Bezirksamtes Dornberg (Wertherstraße 436) erläutern Mitarbeitende des Amts für Verkehr, des Umweltamts, von Straßen.NRW und moBiel den weiteren Ablauf der Bauarbeiten, die Bauzeit sowie die verkehrlichen Einschränkungen. Moderiert wird die Veranstaltung von Bezirksbürgermeisterin Christiane Zier.