Podiumsdiskussion zu „Revolution oder Transformation? Zwischen Argument und Militanz“

Podiumsdiskussion zu „Revolution oder Transformation? Zwischen Argument und Militanz“ mit Britta Haßelmann (Bündnis 90/Die Grünen), Carla Hinrichs (Letzte Generation), Samia Mohammed (Universität Bremen & Naturtrüb e.V.) und Prof.in Dr. Jutta Weber (Universität Paderborn) im Rahmen des Festivals Denken.Fühlen.Handeln.

Moderation: Prof. Dr. Benjamin Kiesewetter (Universität Bielefeld)

Zunehmende Gewalt, die Aushöhlung von Menschenrechten und die Schwächung demokratischer Prozesse sind kennzeichnend für gegenwärtige sozial-ökologische Krisenerscheinungen in globalem wie lokalem Maßstab. Krisen (erfolgreich als Krise gedeutete Zusammenhänge) verbinden sich mit der Verbreitung rechter Narrative und antidemokratischen Bewegungen sowie einer Verfestigung neoliberaler Strukturen. Angesichts dieser Entwicklungen, die von nationalistischen, rassistischen sowie antifeministischen Ideologien gekennzeichnet sind, stellt sich die Frage nach den Möglichkeiten, Formen und Gestaltungsräumen von herrschaftskritischen Positionen und Einsätzen: Inwiefern ist radikale Kritik, die auch durch (epistemische) Militanz gekennzeichnet ist, eine adäquate und notwendige Form des Widerstands? In welchem Verhältnis steht diese zu einem transformativen Verständnis von Kritik? Welche Grenzen hat das Bestreben, durch das „bessere Argument“ zu einer Transformation gewaltvoller Verhältnisse beizutragen? Braucht es (mehr) Militanz und revolutionäre Einsätze, um den untragbaren Entwicklungen entgegenzutreten? Welche Grenzen hat dies? Was kann Militanz und was Revolution bedeuten?

Von diesen und ähnlichen Fragen soll das Gespräch, zu dem wir Sie sehr herzlich einladen, im Rahmen des DFH-Festivals strukturiert werden. Dabei werden Fragen nach möglichen Formen von Kritik zwischen Transformation und Revolution, zwischen Argument und Militanz sowie einhergehende Implikationen, mögliche Ausdrucksformen und Grenzen sowie die Rolle und Verantwortung von Wissenschaft im Rahmen derzeitiger politischer Verhältnisse diskutiert.

Das Denken.Fühlen.Handeln Festival richtet sich an alle, die an der Auseinandersetzung mit der vielleicht drängendsten Frage unserer Epoche, der nach einer gerechten planetaren Zukunft, interessiert sind und führt damit Akteur:innen  aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Dabei steht der Austausch, gemeinsame Lernprozesse und die Suche nach Ideen, Konzepten und Modellen für eine planetare Gerechtigkeit im Zentrum des Festivals.

Freitag
03.07.2026
16:30 – 18:00 Uhr
Alarmtheater Bielefeld
Gustav-Adolf-Straße 17
33615 Bielefeld
organisiert von dfh-festival
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